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31C3 CCH outside view
[Foto: CC-BY 2.0 Robert]

After all the years I could not go because of limited travelling and legal capabilities (minors can’t rent hotel rooms, etc.), things worked out in 2014: I went to the Chaos Communication Congress for the first time.

What a great event, so many great talks. So much Mate. So little sleep. So cool projects. So impressive people.

What stands out in the aftermath of (re)watching some of the talks.

You will find a bullet in my head before finding a back door in Tor.

These words sound pathetic, but you could clearly feel that Jacob Applebaum is dead-serious about it.Watch the talk State of the Onion.

Furthermore:

A new dawn is breaking. And if we move on with the momentum I felt during Congress, the sun might never set.

Happy 2015, everyone!

40 Tage

Ich war weg. Die letzten 40 Tage.

Nach dem Abi packten sechs Gestalten – darunter meine Wenigkeit – ihre Taschen in einen Multivan und stopften danach Gaskocher, Tische, Campingstühle, Matten, Handtücher und vieles mehr oben drauf.

Mit ca. 3,2 Tonnen Achslast brachen wir dann auf in die Ferne: Unser Roadtrip durch (West-)Europa hatte begonnen.

Die Route kurz zusammengefasst: Zu Hause, Amsterdam, Normandie, Loire, Bordeaux, Nordspanien, Portugal (→ Porto und Lissabon), Gibraltar, Granada, Andorra, Carcassonne, Avignon, Nizza, Korsika (Île-Rousse, Corte, Bastia), Livorno, Rom, Florenz, Pisa, Mailand, Chur und zurück nach Hause.

locations trip

 

Das klingt jetzt vielleicht nach einer Städtetour, aber eigentlich war eher das Gegenteil der Fall: Die meiste Zeit haben wir im Auto und auf diversen Campingplätzen verbracht.

Für mich als Camping-Newbie war das eine neue Erfahrung und ich bin begeistert: Sobald man sich von dem Drang nach vollständiger Sauberkeit des Schlafplatzes, des Geschirrs – na gut, eigentlich so ziemlich allem – löst, ist Camping einfach sehr entspannt.

Da wir nur wenig Lampen dabei hatten, verlagerte sich der Schlaf-Wach-Rhythmus auch sehr schnell in Richtung Tag-Nacht, was mein Schlafdefizit der Wochen davor schnell kompensierte. Es sei vielleicht angemerkt, dass es ratsam sein kann, Ohrenstöpsel mitzunehmen – je nachdem, in welcher Umgebung der Campingplatz liegt (und wie weit man seinen Nachbarn vertraut).

Ganz unerwähnt sollen die Autofahrten aber nicht bleiben: Wir mieden zumeist die Maut-Strecken, was teilweise zu erheblichen Umwegen führte und gerade in Italien auch durchaus mal Unwohlsein hervorrief.

Die langen Fahrzeiten (jedes mal mindestens 4,5 h) wurden neben Diskussionen über den Streckenverlauf mit Serien und Musik gefüllt, wofür man natürlich Strom braucht. Und da die Akkus teilweise recht schwach waren, wurde mit einem 12V auf 230V Spannungswandler nachgeholfen. In Spanien brannten uns dann zwischendurch einmal alle Sicherungen der Steckdosen durch, bis wir entdeckten, dass der Mini-Kühlschrank einen zweiten Lüfter hat und diesen nur ungern mit Kissen bedeckt weiß.

Für die zu Hause verbliebenen Freunde und Verwandten hatte ich vor der Abfahrt ein (B)Log eingerichtet, in dem wir unsere Reise im Stil eines echten Logbuchs dokumentierten. Mit mehr als 7300 Wörtern und zahlreichen Bildern ist uns das auch gelungen, und wir konnten manuelles Gebroadcaste über Telefon / Messages weitestgehend vermeiden.

An dieser Stelle plugge ich einmal MarsEdit, das – trotz des dringenden Bedarfs nach Modernisierung in einigen Bereichen – mit seinem Offline-Editing äußerst hilfreich war.

Natürlich bedarf es zum Publishing irgendwann trotzdem einer Internetverbindung. Hierzu ist mein Eindruck: Indie-Campingplätze sind neben netteren Menschen auch mit Blick auf ordentliches WLAN (ohne craptive Portal) meist deutlich besser aufgestellt.

Woran es natürlich auch nicht mangeln sollte war Verpflegung: Bis auf drei Mal Ravioli und ein paar Bohnen gab es tatsächlich keine Dosenprodukte. Beliebt war vor allem das Bratgemüse, von dessen Zubereitung wir einige Instagram-taugliche Bilder gemacht haben. Kaffee wurde übrigens stilecht mit der AeroPress zubereitet.

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Letztlich sollte man auch ein paar Worte über unsere Verpeilung verlieren: Wir kamen normalerweise erst um 13:00 Uhr vom Zeltplatz weg und mussten dann meist noch einkaufen, was dazu führte, dass wir erst spät abends am nächsten Campingplatz ankamen. So machten wir zumeist Bekanntschaft mit den Nachtwächtern und lernten, die Zelte im Dunkel aufzubauen.

Einige Male fanden wir jedoch schlicht keine Unterkunft: Während wir in der Normandie von der Betreiberin einer Jîte (Hütte / Ferienwohung) die Erlaubnis bekamen, auf der Wiese zu campen, hatten wir im Süden gleich zwei Mal das Vergnügen, im Auto bzw. davor zu schlafen. Kann man mal für eine Nacht machen, ist mit einem permanent bellenden und angsteinflößenden Hund in der Nähe jedoch nicht besonders erholsam.

Impressionen

Ein Highlight war sicherlich die Dune du Pilat (eine Wanderdüne bei Bordeaux), auf der wir den Sonnenuntergang genossen.

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Im Rahmen der Fahrt war ich auch das erste Mal in Portugal: Porto sollte man unbedingt mal gesehen haben, doch auch die dahinter gelegene Weinregion Douro ist wunderschön.

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Doch auch im Süden gab es einige schöne Ecken:

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Auf Korsika war ich vorher auch noch nicht: Trotz der horrenden Lebensmittelpreise ist die Insel eine unbedingte Empfehlung. Wenn ich dort noch einmal hinfahre, nehme ich sicherlich mein Mountain-Bike mit.

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(Diese Highlights sollen den Rest des Trips nicht abwerten! Mir fällt spontan kein Ort ein, um den man einen großen Bogen machen sollte.)

Fazit

Mir fällt es schwer, die vielen Eindrücke geordnet wiederzugeben – ich hoffe, das stört nicht zu sehr beim Lesen. In den letzten sechs Wochen habe ich unglaublich viel gesehen, war unglaublich lange im Auto und war unglaublich lange mit Freunden unterwegs, die ich seit der fünften Klasse kenne. Bis auf kleine Meinungsverschiedenheiten und gelegentlich angespannten Situationen, wie sie nun einmal vorkommen, wenn man einen Haushalt managen muss, hat alles perfekt funktioniert. Ich bin mehr als zufrieden!