Was der Bauer nicht kennt

Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Waffen in Zivlihänden mal beiseite gestellt: Was man hier liest ist auf einem ganz besonderen Niveau peinlich:

In Paragraf 2 der Satzung heiße es, dass die Bruderschaft “eine Vereinigung von christlichen Menschen” sei.

[Spiegel Online, 3.8.2014 23:52]

Stimmt:

Die Schützenbruderschaft St. Georg Sönnern-Pröbsting ist eine Vereinigung von christlichen Menschen, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Köln e.V. bekennen.

[Satzung, 4.8.2014 07:21

Um erhlich zu sein: Ich erwarte von einem Schützenverein mit dem Motto Für Glaube, Sitte und Heimat (http://www.bund-bruderschaften.de, 4.8.2014 00:03) auch nichts anderes. Gleiches hätte auch das durch diese Klausel betroffene Mitglied erahnen können.

Allerdings beschäftige ich mich derzeit auch oberflächlich mit dem Vereinsrecht.
Schauen wir doch mal, wie es mit der Gemeinnützigkeit aussieht. In einer Broschüre des rheinland-pfälzischen Finanzministeriums findet sich hierzu unter anderem Folgendes:

Förderung der Allgemeinheit

Sie ist anzunehmen, wenn der Kreis der zu Fördernden weder fest abgeschlossen ist noch sich auf Grund besonderer Merkmale (z.B. bestimmte Berufsgruppe) auf nur wenige Personen beschränkt.

[Broschüre, 4.8.2014 00:13]

Ich bin kein Jurist, will auch keiner sein und weiß nicht, was man unter besonderen Merkmalen zu verstehen hat.

Trotzem ist es widerlich, was dieser Verein dort treibt.

Interessant: Laut diesem Artikel hat der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, in den der im Artikel erwähnte Verein eingegliedert ist, bereits einen gewissen Track-Record.